2025
Warum das „Neue“ überbewertet
und wir das Alte schätzen sollten
Wir kennen es alle: Upcycling hier, Re-Design da – zwischen Hyper-Fast-Fashion und Klimakrise wachsen die Ermüdungserscheinungen innerhalb der Nachhaltigkeitsdebatte. Die Doppelbelastung ist spürbar und der Attitude-Behavoir-Gap wird exponentiell grösser. Doch was, wenn wir einen radikalen Perspektivwechsel wagen?
In diesem Modul brechen wir mit alten, eingespielten Verhaltensmustern und dekonstruieren die oberflächliche "Green-Washing-Romantik". Wir entwickeln ein neues Design-Mindset: Statt reflexartig nach dem Neuen zu greifen, trainieren wir den Blick für das Vorhandene – nicht als moralischer Zeigefinger, sondern als kreative Herausforderung. Wir feiern traditionelle Handwerkstechniken und interpretieren sie neu, wir lassen die Langlebigkeit hochleben und suhlen uns in der qualitativen Herstellung, im zeitaufwendigen Reparieren, im kollektiven Bewahren. Vielleicht liegt der Perspektivwechsel ja in Erlebnissen, im Flow oder einfach auf der Hand!
Die textilen Visionen der Studierenden präsentieren wir gemeinsam mit Fashion Revolution Schweiz im Maison Shift.
Credits | UNTERRICHTSMODUL «Reframing The Old – Warum das „Neue“ überbewertet wird - und wir das Alte schätzen sollten», Departement Design, Trends & Identity, Unterrichtsmodul, Zürcher Hochschule der Künste | MODULLÄNGE 4 Wochen | MODULLEITUNG Henriette-Friederike Herm | INPUT Corinna Mattner (Fashion Revolution) , Anne Schlüter von «The Hole Story» | JAHRGANG 2. Semester 2025 | Larissa Bachmann, Yara Leilani Berlinger, Momo Egli, Jaël Egloff, Keana Enz, Nila Germann, Flurina Helbling, Linda Hirt, Andrii Kapalp, Valentina Meyer, Natalia Oskarsson, Sophia Schraub, Celine Sommer, Riatssan Srikanthan, Nina Tanner, Lea Tenbrock |
